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Lambertus Apotheke

Peter Krösinger
Kuchenheimerstraße 117
53881 Euskirchen

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Asthma als Begriff stammt aus dem Griechischen („schweres Atmen “) und bezeichnete ursprünglich den Zustand des beeinträchtigten Atmens und der Luftnot, ist weit verbreitet unter Kindern und Erwachsenen. Es ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter überhaupt; in Deutschland leiden ca. 5 % der Erwachsenen und 10 % der Kinder an Asthma,

Asthma

    * ist mit erschwerter Ausatmung, bei der anfallsweise Atemnot, Husten und Auswurf auftreten verbunden, kann allergischen und nichtallergischen Ursprungs sein, liegt eine erhöhte Empfindlichkeit der Bronchien zugrunde,        
    * ist keine Erbkrankheit, aber die Veranlagung dazu kann an die nächste Generation weitergegeben werden, birgt keine Ansteckungsgefahr,            
    * ist nicht heilbar; aber gut behandelbar, allerdings ist die Behandlung meist lebenslang,                                
    * ist eine Krankheit, mit der man alt werden kann.

                                          Die bronchiolenalveolenUrsachen für die weltweite Zunahme der Asthma-Prävalenz sind ungeklärt. Zunehmende häusliche und berufliche Allergenbelastung sowie Umweltveränderungen werden z.B. diskutiert.

Asthma, Asthma bronchiale oder Bronchialasthma ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege. Ursache dieslungster Krankheit sind Entzündungsprozes se in den Bronchien, verbunden mit einer erhöhten Empfindlichkeit der Bronchien. Diese verengen sich anfallsartig, was bei den betroffenen Personen zu Atembeschwerden führt. Mit entsprechenden Medikamenten kann die Verengung der Bronchien in der Regel aufgehoben werden.

Das Atmungssystem versorgt den Organismus mit Sauerstoff (O2 ),der gegen das im Körper produzierte Kohlendioxid (CO2 )ausgetauscht wird. Mit jedem Atemzug werden ca. 0,5 Liter Luft transbronchienportiert, was einer täglichen Menge von ca. elftausend Liter Luft entspricht. Das Atmungssystem unterteilt sich in die oberen und die unteren Atemwege, wobei der Kehlkopf die Grenze zwischen beiden Bereichen darstellt. Die unteren Atemwege bestehen aus der Luftröhre (Trachea)und einem reichhaltig verzweigten Röhrensystem, dem Bronchialsystem. Man bezeichnet sie daher auch als Tracheo-Bronchialsystem; in der Regel wird allerdings meist vereinfacht vom Bronchialsystem obronchider Bronchialbaum gesprochen. Verkehrt herum betrachtet, sehen die Verzweigungen der Atemröhren wie die Äste und Zweige eines Baumes aus.

Die Nasenhöhle mit den Nebenhöhlen, der größte Teil des Rachens sowie der Kehlkopf werden als obere Atemwege zusammengefasst. Die oberen Atemwege haben wichtige Aufgaben im Zusammenhang mit der Atemluft. Diese bestehen in der Leitung, Säuberung, Anfeuchtung und Erwärmung der Atemluft.

Die kleinen Bronchiolen enden in den Alveolen (Lungenbläschen). Hier findet der lebensnotwendige „Gasaustausch “ statt:: Der Sauerstoff aus der eingeatmeten „frischen “ Luft wird über die Lungenbläschenalveoli (Alveolen)an das Blut in den Kapillargefäßen der Lunge abgegeben und wird von dort aus weiter in den gesamten Körper transportiert. Gleichzeitig wird das Kohlendioxid, das sich beim Sauerstoffverbrauch im Körper bildet, aus dem Blut aufgenommen und zusammen mit der Luft ausgeatmet.

Die Verkrampfung der Bronchialmuskeln, das Anschwellen der Schleimhaut sowie die erhöhte Produktion von Bronchialschleim führen zur Verengung der Bronchien (Obstruktion).Die typische Atemnot tritt ein. Oftmals tritt quälender Husten auf, der die

astanfall

Bronchien noch mehr reizt und die Atemnot verstärkt.

Das Krankheitsbild des Asthmas ist sehr charakteristisch und macht die Erkrankung relativ gut erkennbar: Der Patient empfindet ein subjektives Gefühl der erschwerten Atmung. Er hat Schwierigkeiten, die Luft auszuatmen. Als Begleitsymptome können Hustenattacken auftreten, die glasig-zähen Auswurf produzieren. Mit verhältnismäßig einfachen Lungenfunktionsprüfungen lässt sich das Ausmaß der für Asthma typischen Atemwegsverengung beim Arzt feststellen.

Oft wird Asthma durch Allergien verursacht. Bei einer allergischen Reaktion erfolgt eine überschießende Produktion von Antikörpern, die körperfremde Substanzen Allergene)abwehren. Diese sind für den menschlichen Körper normalerweise völlig ungefährlich.

Aber auch nicht-allergische Faktoren können Asthma auslösen. Dazu gehören Infektionen, vor allem Virusinfekte der oberen Atemwege, Umweltgifte wie Zigarettenrauch und Ozon, aber auch Kältereize oder Medikamente.

Charakteristisches Merkmal dieser Asthmaform ist, dass die erste Manifestation hauptsächlich bei jungen Menschen auftritt und in der Regel eine positive Familienanamnese vorliegt.

Kutschersitz: Setzen Sie sich auf  vordekutschersitzre Kante des Stuhls: Die Knie sind gespreizt, die Handflächen bzw. die Ellenbogen liegen auf den Knien und die Arme sind leicht gebeugt. Achten Sie wieder darauf, dass der Rücken gerade und der Bauch entspannt ist.

Fersensitz: Die Knie liegen eng nebeneinander, die Fersen fallen auseinander und das Gesäß senkt sich auf die Innenseite der Füße. Die Fersen liegen an den Seiten der Hüften und die Handflächen auf den Oberschenkeln, während die Arme leicht gebeugt sind. Achten Sie darauf, dass der Rücken gerade und der Bauch entspannt ist. Atmen Sie jetzt langsam ein und mit Hilfe der "dosierten Lippenbremse" wieder aus.

Treppengeländerstütze: Sie stützen sich mit vorgebeugtem Oberkörper und gestreckten Armen, mit geradem Rücken und entspanntem Bauch auf ein Treppengeländer.

lippenbremse"Dosierte Lippenbremse": Die "dosierte Lippenbremse" vermeidet das Zusammenfallen der Atemwege bei der Ausatmung, außerdem strömt die Luft gleichmäßiger und vollständig aus. Sie ist gerade im Asthmaanfall als Unterstützung hilfreich. Dem erhöhten Druck im Brustkorb wird ein erhöhter Druck in den Atemwegen entgegengesetzt, indem gegen den Widerstand der Lippen ausgeatmet wird: Atmen Sie gegen die locker aufeinanderliegenden Lippen aus. Sie müssen die "dosierte Lippenbremse" regelmäßig trainieren, um sie bei Atemnot fehlerfrei anwenden zu können.

Asthma kann durch Allergene ausgelöst werden die mit der Atemluft in die Lunge strömen, mit Nahrungsmitteln in das Verdauungssystem oder durch die Haut in den Körper gelangen (Insektenstiche). Da die Ursache des allergischen Asthmas häufig recht leicht herauszufinden ist, können prophylaktische Maßnahmen erfolgreich angewendet werden.

Blütenstaub

    * Machen Sie keine Spaziergänge über blühende Wiesen und Felder.
    * Waschen Sie täglich Ihr Haar vor dem Schlafengehen.
    * Schließen Sie nachts die Fenster.
    * Wenden Sie geeignete Medikamente an?
    * Senken Sie Ihre Empfindlichkeit bei Allergien durch Hyposensibilisierung.
    * Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.

Hausstaubmilben

    * Lüften Sie Ihre Wohnung oft und ausgiebig.
    * Waschen Sie die Kuscheltiere Ihrer Kinder regelmäßig.
    * Trennen Sie sich von „Staubfängern “ ((Gardinen, Teppiche, Vorhänge).
    * Verwenden Sie milbenundurchlässige Matratzenüberzüge.
    * Wenden Sie geeignete Medikamente an?
    * Senken Sie Ihre Empfindlichkeit bei Allergien durch Hyposensibilisierung.
    * Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.

Schimmelpilze

    * Meiden Sie feuchte Räume (Keller).
    * Verwenden Sie keine Luftbefeuchter.
    * Vorsicht bei Hydrokulturen, Blumenerde, Blätterhaufen, schattigen Waldgegenden.
    * Verzehr von Trockenfrüchten, Käse und getrockneten Gewürzen einschränken.

Asthmaformen, die das erste Mal im fortgeschrittenen Alter auftreten, sind selten allergischen Ursprungs. Wahrscheinliche Ursachen sind u.a. Infekte der Atemwege, Umweltfaktoren und das Rauchen (aktiv und passiv). Weitere nicht-allergische Auslöser sind Abkühlung und Austrocknung der Atemwege. Diese können durch erhöhte Atemfrequenz bei körperlicher Anstrengung und Stress ausgelöst werden. Aufgrund der verschiedenen Auslöser unterteilt man das nicht-allergische Asthma auch in Infekt-Asthma, Anstrengungsasthma, Analgetika- Asthma sowie irritatives Asthma.

Die inhalative Anwendung ist die Behandlung der Wahl in der Langzeittherapie des Asthma bronchiale. Minimale Substanzmengen reichen aus, um direkt am Wirkort (der Bronchialschleimhaut)den gewünschten Effekt zu erzielen die Therapie erfolgt in der Regel mit Sprays oder Pulverinhalatoren. Die gefürchteten systemischen Nebenwirkungen einer Langzeittherapie, insbesondere mit Kortison-Tabletten, sind bei inhalativer Anwendung nicht zu erwarten. Ist die Verabreichung von kortisonhaltigen Tabletten notwendig, z.B. bei schweren Verlaufsformen oder bei stark verschleimten Bronchien, wo eine inhalative Verteilung des Wirkstoffes behindert ist, sollte nach Eintreten des gewünschten Effektes die systemische Therapie auf eine inhalative Therapie umgestellt werden.
peakflo
Alles unter Kontrolle mit der Peak-Flow-Messung

peakfloSie kontrollieren den Zustand Ihrer Atemwege (Lungenfunktion, Indikator für Verengungen). Sie ermitteln den maximalen Ausatemstrom (PEF = Peak Expiratory Flow).

So benutzen Sie das Peak-Flow-Meter:

    * Atmen Sie so tief wie möglich ein.
    * Umschließen Sie das Mundstück fest mit den Lippen.
    * Blasen Sie in das Peak-Flow-Meter einmal kräftig hinein;
    * der Zeiger bleibt am Wert des höchsten Ausschlags stehen.
    * Lesen Sie den Wert ab und notieren Sie ihn;
    * schieben Sie den Zeiger in die Ausgangsstellung zurück.
    * Die Messung muss noch zweimal wiederholt werden.
    * Der höchste aller drei Werte wird in das Peak-Flow-Protokoll
    * eingetragen.Ampel

Unter 50 % des persönlichen Bestwertes Beschwerden unbeherrschbarer Husten,Engegefühl,ständige Atemnot in Ruhe Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigt Es droht ein gefährlicher Asthma Anfall.Versucampelhen Sie ruhig zu bleiben.Wenden Sie atemtechnische Hilfestellungen an (Lippenbremse,Kutschersitz. Nehmen Sie sofort die Notfallmedikamente ein und verständigen Sie Ihren Arzt.

50 – 80 % des persönlichen Bestwertes Beschwerden Zunahme von Atemnot,Husten, rasselnden Atemgeräuschen und nächtlichen Beschwerden Leistungsfähigkeit normale Aktivität, Schlaf beeinträchtigt Da die Beschwerden zunehmen die Bedarfsmedikation häufiger nötig ist und die tägliche Dauermedikation nicht mehr zu wirken scheint, muss diese für eine gewisse Zeit dem schlechteren Gesundheitszustand angepasst werden. Ziel ist es, die Peak-Flow-Werte des grünen Bereiches zu erreichen.

80 – 100 % des persönlichen Bestwertes Beschwerden kaum Beschwerden im Alltag Leistungsfähigkeit normale Aktivität Ihr Asthma ist gut eingestellt. Nehmen Sie Ihre Medikamente weiterhin, wie mit Ihrem Arzt besprochen.

Asthma und Sport? Kein Problem!

 Nicht jeder Sport eignet sich gleich gut für Asthmatiker Empfehlenswert sind:

    * alle Sportarten, bei denen regelmäßig auf eine kürzere Belastung eine Erholungspause folgt:Ballspiele,Wandern,Radfahren oder Geräteübungen sind bestens geeignet. Schwimmen ist die ideale Sportart, weil die hohe Luftfeuchtigkeit knapp über der Wasseroberfläche den Atemwegen sehr gut tut. In Hallenbädern mit Desinfektionsmitteln wie Chlor kann es allerdings zu einer Reizung der Atemwege kommen.

    * Vermeiden Sie Ausdauersportarten, wie Langlauf, Sportarten, bei denen Pressatmung vorkommt, wie Gewichtheben ,Klettern, Tauchen, Sportarten mit vermehrtem Allergenkontakt, wie Reiten.

Die Dauermedikation (Basistherapie)besteht in der regelmäßigen Anwendung von Medikamenten. Ziel ist es, die asthmatische Entzündungsreaktion zu unterdrücken und dadurch eine Kontrolle der Symptome und einen günstigen Krankheitsverlauf zu erreichen. Die Präparate der Bedarfsmedikation dienen der Behandlung akuter Atemnot. Sie werden bedarfsorientiert verordnet. Besteht die Notwendigkeit, sie mehrfach täglich anzuwenden, sollte der Behandlungsplan überprüft werden.
 

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