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Lambertus Apotheke

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Die so genannte "Verkalkung" der Arterien ist eine physiologische Entwicklung, die schon ab dem 25. Lebensjahr einsetzt. Sie betrifft sowohl kleine als auch große Blutgefäße. Arteriosklerotisch bedingte Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen in westlichen Industrienationen die häufigste Krankheits- und Todesursache dar. In anderen Gesellschaften kommt die Erkrankung dagegen wesentlich seltener vor, so daß ein Zusammenhang mit unseren Lebensgewohnheiten gesehen werden muss.
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Sklerotische Gefäßveränderungen verengen die betroffene Arterie und verringern den Blutfluss. Diese Durchblutungsstörungen führen unter Umständen zu Herzinfarkt, Schlaganfall oder Schädigung von Organen (z.B. Nieren). Sehr häufig ist auch die Arteriosklerose der Beinarterien. Sie kann nicht nur Schmerzen bei längerem Gehen nach sich ziehen, sondern im Extremfall auch mit Geschwüren und einer nicht zu umgehenden Amputation des betroffenen Beines enden.

Bereits bei zehn Prozent der 10-14jährigen Kinder finden sich beginnende Veränderungen an den Herzkranzgefäßen. Diese alarmierenden Untersuchungsergebnisse werden auf die heutigen Ernährungsgewohnheiten und den Verzehr tierischer Fette zurückgeführt. Die Folge ist ein Anstieg des Cholesterinspiegels schon in Jugendjahren.

Kleinste Verletzungen an den Wänden von Blutgefäßen dienen Fetten und Cholesterin als Eintrittspforten in die inneren Gefäßwandschichten. Auf die Dauer führt dies zu schwerwiegenden Veränderungen: die betroffenen Arterien verlieren an Elastizität, beginnen sich zu verhärten und in der Folge zu verengen (siehe Bild). Der Blutstrom wird zunehmend behindert.

ef995183-33d5-44a2-a863-56b23e0ba5d8Begünstigt wird Arteriosklerose ferner durch Bildung freier Radikale, wie sie vor allem beim Rauchen auftritt. Auch ein unbehandelter Bluthochdruck oder Diabetes gehören zu den wichtigen Risikofaktoren. Neuere Studienergebnisse haben den Verdacht aufgeworfen, daß Chlamydien-Bakterien an der Entstehung der Arteriosklerose beteiligt sein könnten.

Die Mehrzahl aller Menschen in den westlichen Industrienationen entwickelt im Laufe ihres Lebens einen Bluthochdruck. In der Altersgruppe zwischen 25-34 Jahren haben 8%, bei den 60-74 jährigen über 60% einen erhöhten Blutdruck. Ein besonderes Problem: etwa die Hälfte aller Hypertoniker wissen nichts von ihrem Zustand. Ein erhöhter Blutdruck birgt jedoch ein deutliches Risiko für Herz-Kreislauf-Komplikationen.

Die "arterielle Hypertonie" ist definiert als dauerhafte Erhöhung des systolischen und diastolischen Blutdruckes (oberer und unterer Blutdruckwert). Einmalig oder gelegentlich erhöhte Werte müssen noch keinen Bluthochdruck bedeuten. Für die Diagnose sind vielmehr regelmäßig erhöhte Messwerte entscheidend. Die Grenze liegt beim Erwachsenen bei 140/90 mm Hg. Nach den Werten wird die Hypertonie in verschiedene Schweregrade eingeteilt.


Mindestens eine Viertelmillion Menschen sind bei uns jedes Jahr von einem Infarkt betroffen.

Beim Herzinfarkt kommt es zum Absterben von Herzmuskelgewebe infolge einer akuten Durchblutungsstörung in den Herzkranzgefäßen, die normalerweise die Eigenversorgung des Herzens mit Sauerstoff gewährleisten. Je größer das abgestorbene Areal, desto gravierender die Krankheitszeichen.

Jedes Jahr erleiden ungefähr 150.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall (medizinisch: Apoplex). In der Todesursachen-Statistik liegt die Erkrankung hinter den Herz-Kreislauf-Erkrankungen an dritter Stelle.

Ein Schlaganfall ist durch eine plötzliche Schädigung des Gehirns mit daraus resultierenden neurologischen Folgeerscheinungen gekennzeichnet. Das kann vom einfachen "Schlag" bis hin zum massiven Schlaganfall mit Todesfolge reichen.
 
Alkohol: Erstmals wurde für Alkohol ein Richtwert benannt. Danach sollten Männer nicht mehr als 20 g Alkohol pro Tag und Frauen nicht mehr als 10 g zu sich nehmen. Diese Menge gilt als gesundheitlich verträglich und berücksichtigt die präventive Wirkung von Alkohol im Hinblick auf das Risiko eines Herzinfarktes.

15 g Alkohol ist soviel wie 10 g Fett. Eine fettgesunde Ernährung sollte bei etwa 80 g Fettaufnahme pro Tag liegen. Zum Abnehmen nicht mehr als 60 g Fett pro Tag.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren benötigt der Körper. Diese Fettsäuren kann unser Körper nicht selbst bilden, ist also auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Nach ihrer chemischen Struktur unterscheidet man n-3- und n-6-Fettsäuren. Insbesondere die n-3-Fettsäuren weisen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen günstige biologische Wirkungen auf. Sie senken das Herzinfarkt-Risiko.

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