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Pflegebedürftig –was nun?
Durch die Bevölkerungsentwicklung und den Anstieg der chronischen Erkrankungen steigt auch der Bedarf an Pflege kontinuierlich an. So wird die Gesamtzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland mit sieben Millionen Menschen angegeben. Für Betroffene und deren Angehörige bedeutet die Konfrontation mit Pflegebedürftigkeit immer einen erheblichen Lebenseinschnitt. Gewohnte Aktivitäten können nicht weiter beibehalten werden, die Pflege selbst ist eine physisch und psychisch hochanspruchsvolle Aufgabe. Die was nuner Text soll Ihnen helfen, die wichtigsten Schritte bei der Pflegebedürftigkeit rechtzeitig zu planen, um sich so auf die neue Lebenssituation einzustellen.
1. Schritt: Der Antrag Antrag auf Feststellen der Pflegebedürftigkeit bei Ihrer Kasse Die Grundlage für die Inanspruchnahme von Leistungen aus dem Pflegeversicherungsgesetz ist die Feststellung der Pflegebedürftigkeit durch den Medizinischen Dienst. Ihre Kranken- oder Pflegekasse hält hierfür Formulare für Sie bereit. Stellen Sie diesen Antrag möglichst früh. Leider kann es zu Wartezeiten bis zum Besuch des Medizinischen Dienstes kommen. Findet eine Einstufung statt, so werden Leistungen ab dem Datum der Antragstellung honoriert.
2. Schritt: Entscheidung, wer soll pflegen? Nach dem Pflegeversicherungsgesetz kann die Pflege von Angehörigen oder von professionellen Pflegekräften übernommen werden. Auch eine Kombination im häuslichen Umfeld ist möglich. Prüfen Sie hierbei, bei welchen körperlichen Aktivitäten Ihr Lebenspartner Unterstützung benötigt und ob Sie in der Lage sind, physisch und psychisch diese Unterstützung zu leisten.
Überprüfen Sie hierbei insbesondere folgende Kriterien: Mobilisation, Aufstehen aus dem Bett Waschen, Körperhygiene Essen und Trinken Ausscheidung Wenn Sie sich bei der Entscheidung unsicher sind, fragen Sie hierzu Ihren Apotheker oder einen Pflegedienst im Umfeld.
3. Schritt: Veränderungen im häuslichen Umfeld Sinnvolle Veränderungen im häuslichen Umfeld können die Pflege erheblich vereinfachen. Folgende Punkte sollten Sie überprüfen:
Ist das Bett für die Pflege geeignet oder benötigen Sie ein Pflegebett. Diese haben den Vorteil, dass sie in der Höhe verstellbar, fahrbar und somit von allen Seiten zugänglich sind. Sofern ein Rollstuhl eingesetzt wird, muss geprüft werden, ob die Türrahmen groß genug sind. Im Bad und Sanitärbereich können Haltegriffe, geeignete Hocker und Sitzerhöhungen die Sicherheit erhöhen und die Pflege vereinfachen.
Allgemeine Tipps für die Übernahme der Pflege
Achten Sie auf eine ausreichende Nahrungs- und insbesondere Flüssigkeitszufuhr. Zwischen dem „Pflegezimmer“ und anderen frequentierten Zimmern sollte möglichst kein Stockwerkunterschied bestehen. Vorteilhaft wäre die Nähe des Pflegezimmers zu Bad und Toilette. Sorgen Sie für eine dezente Nachtbeleuchtung. Mit einem Beistelltisch neben dem Bett haben Sie die wichtigsten Pflegeutensilien griffbereit. Außerdem sollte an einem Platz für den Toilettenstuhl gedacht werden. Für die Nacht ist eine Urinflasche oder Bettpfanne empfehlenswert. Denken Sie an Erinnerungsfotos im Zimmer. Vermeiden Sie eine direkte Sonneneinstrahlung ins Zimmer. Schreiben Sie sich für den Notfall die wichtigsten Telefonnummern, z. B. Hausarzt, Notarzt, Angehörige und Krankentransportdienst auf und halten Sie diese in Telefonnähe bereit.
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