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Was ist Sucht?
Die Abhängigkeit (synonym Sucht) stellt einen Zustand immerwiederkehrender oder andauernder Vergiftung dar.
Diese Vergiftung wird durch wiederholten Gebrauch einer Droge hervorgerufen und ist für den Einzelnen und die Gesellschaft schädlich.
Es wird die seelische Abhängigkeit mit dem überwältigen den Verlangen nach dem Suchtstoff, dem so genannten Craving, von der physischen Abhängigkeit mit Wirkverlust und Dosissteigerung sowie Entzugssymptomen unterschieden.
Diese Definition schließt die nicht stoffgebundenen Süchte nicht ein.
Eine für alle Süchtigen einheitliche Persönlichkeitsstruktur konnte nicht gefunden werden. Dagegen wird eine genetische Veranlagung von vielen Autoren als sicher angenommen.
Es gibt fließende Übergänge zwischen Suchterkrankung, Missbrauch, Gewöhnung oder zu anderen neurotischen bzw. gesunden Verhaltensweisen. Ist jemand alkoholabhängig, der jeden Abend 3 Flaschen Bier trinkt? Besteht eine Medikamentenabhängigkeit, wenn konstant über Jahre Beruhigungsmittel in niedriger Dosis zur Angstlösung eingenommen werden?
Kriterien der Abhängigkeit
Die Substanz wird häufig in größeren Mengen oder länger als beabsichtigt eingenommen.
Anhaltender Wunsch oder ein oder mehrere erfolglose Versuche, den Substanzgebrauch zu verringern oder zu kontrollieren.
Viel Zeit für Aktivitäten, um die Substanz zu beschaffen (z. B. Diebstahl), sie zu sich zu nehmen (z. B. Kettenrauchen) oder sich von ihren Wirkungen zu erholen.
Häufiges Auftreten von Intoxikations- oder Entzugssymptomen, wenn eigentlich die Erfüllung wichtiger Verpflichtungen bei der Arbeit, in der Schule und zu Hause erwartet wird (geht nicht zur Arbeit wegen eines Katers, erscheint „high“ in der Schule oder bei der Arbeit, ist intoxikiert, während er auf seine Kinder aufpasst) oder wenn die Einnahme einer Substanz zur körperlichen Gefährdung führt (z. B. Alkohol am Steuer).
Wichtige soziale, berufliche oder Freizeitaktivitäten werden aufgrund des Substanzmißbrauchs aufgegeben oder eingeschränkt.
Fortgesetzter Substanzmißbrauchs trotz Kenntnis eines anhaltenden oder wiederkehrenden sozialen, psychischen oder körperlichen Problems, das durch den Substanzmißbrauch verursacht oder verstärkt wurde (z. B. fortgesetzter Heroinmißbrauch trotz Vorwürfen seitens der Familie, kokaininduzierte Depressionen oder ein Magenulcus, das sich durch Alkoholkonsum verschlechtert). Ausgeprägte Toleranzentwicklung: Verlangen nach ausgeprägter Dosissteigerung (d. h. wenigstens 50% Dosissteigerung), um einen Intoxikationszustand oder erwünschten Effekt herbeizuführen, oder eine deutlich verminderte Wirkung bei fortgesetzter Einnahme derselben Dosis.
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